Mehr zu Buchu
Ätherisches Öl, traditionelle Verwendung und Fynbos-Herkunft machen Buchu zu einer eigenen Pflanzenwelt.
Mehr zu Buchu
Buchu ist eine südafrikanische Fynbos-Pflanze. Sein auffälligstes Merkmal: Reibt man die Blätter zwischen den Fingern, bleibt das ätherische Öl an der Haut hängen, das in kleinen Öldrüsen an den Blattunterseiten sitzt — und mit ihm ein Duft, der an Pfefferminze, schwarze Johannisbeere und grüne, herb-fruchtige Noten erinnert.
Die kleinen Öldrüsen an den Blattunterseiten machen Buchu schon beim Reiben der Blätter unverwechselbar: Das ätherische Öl prägt den Duft der Pflanze von Anfang an.
Genau diese Duft- und Ölwelt macht Buchu besonders. Rooibos und Honeybush werden zuerst als Tee wahrgenommen; bei Buchu gehört das ätherische Öl von Anfang an mit zur Pflanze.
Was Buchu interessant macht
Auf der Suche nach Heilpflanzen für Blase, Harnwege oder ähnliche Beschwerden stößt man auch auf Buchu. Traditionell wurde Buchu in Südafrika unter anderem bei Harnwegs-, Magen- und Erkältungsthemen verwendet. Dazu kamen äußere Anwendungen, etwa bei Schnitten und Verbrennungen oder in Mischung mit tierischem Fett für die Haut.
Dass Menschen schon deutlich früher bei ähnlichen Beschwerden auf Buchu gestoßen sind, zeigt auch der Blick nach Großbritannien. Bereits im 19. Jahrhundert wurde die Pflanze dort als Arzneipflanze geführt. 1821 wurde Buchu in das britische Arzneibuch aufgenommen. Ein moderner medizinischer Wirksamkeitsnachweis ist das nicht. Es zeigt aber, dass Buchu schon vor mehr als 200 Jahren bei ähnlichen Beschwerden als Arzneipflanze verwendet wurde.
Wie Buchu heute verwendet wird
Das Buchu-Blatt wird als Ganzes oder geschnitten für Aufgüsse verwendet. Aus frischen Blättern und Stängeln wird außerdem das ätherische Öl destilliert. Deshalb begegnet Buchu heute nicht nur als Tee, sondern auch als Öl, in Kapseln, in Tinkturen und in Duft- oder Körperpflegeprodukten.
Wo Buchu wächst
Buchu gehört in die Fynbos-Welt des südafrikanischen Kaps. Die Pflanze wurde lange wild gesammelt; daneben gibt es heute auch kultivierte Bestände, unter anderem in Regionen wie Cederberg, Piketberg sowie Paarl und Wellington.
Buchu wächst im Fynbos des südafrikanischen Kaps. Wildsammlung und kultivierte Bestände gehören beide zur Geschichte dieser Pflanze.
Welcher Buchu meist gemeint ist
Für Tee und Aufguss steht im Alltag vor allem das Rundblatt-Buchu, Agathosma betulina, im Vordergrund. Daneben gehört auch Agathosma crenulata zur Buchu-Welt. Wichtiger wird diese Art vor allem dort, wo es um das Öl und seine industriellen Anwendungen geht.
Von hier aus weiter
Wer Buchu von hier aus weiter entdecken möchte, kann tiefer in die Pflanzenwelt einsteigen, stärker auf Herkunft und Farmbezug schauen oder Buchu über die Produkte im Shop näher kennenlernen.