Die Rooibos Company
Wie aus Begegnungen in Südafrika ein Shop für Rooibos und südafrikanische Pflanzenwelten wurde.
Die Rooibos Company hat ihren Ursprung in meinen Reisen nach Südafrika. 2015 kaufte ich meinen ersten Rooibos Espresso und trank wenig später meinen ersten Red Cappuccino. Aus diesem ersten Zugang wurde für mich nach und nach mehr.
Als ich bei späteren Besuchen bewusst nach Rooibos Espresso suchte, führte mich dieser Weg nach Clanwilliam. Im Farm Stall am Ortseingang wurde mir zum ersten Mal sichtbar, wie breit die Rooibos-Welt in Südafrika tatsächlich ist — und genau dort begann für mich die Idee, diese Vielfalt auch hier sichtbar zu machen.
Ich habe die Rooibos Company nicht aus einer großen Geschäftsidee heraus aufgebaut. Der Anfang lag in meinen Reisen nach Südafrika. Dort habe ich Rooibos zunächst einfach als etwas kennengelernt, das mir in einem Café begegnet ist. Erst nach und nach wurde daraus mehr.
2015 kaufte ich meinen ersten Rooibos Espresso und trank wenig später meinen ersten Red Cappuccino. Zurück in Deutschland bereitete ich ihn selbst mit meiner Espressomaschine zu. Dieser erste Zugang war zunächst klein, aber er blieb bei mir. Aus meinem ersten Rooibos Cappuccino wurde für mich der Beginn einer Reise in eine größere Welt.
Bei meinen nächsten Besuchen suchte ich wieder nach Rooibos Espresso, fand ihn aber nicht ohne Weiteres. Das war für mich einer der Punkte, an denen ich begann, bewusster nachzufragen und mich auf den Weg nach Clanwilliam zu machen — in die Region, in der Rooibos nicht nur ein Produkt ist, sondern Teil des Alltags und der Landschaft.
Am Ortseingang von Clanwilliam fand ich einen Farm Stall. Dort wurde mir zum ersten Mal sichtbar, wie breit die Rooibos-Welt in Südafrika tatsächlich ist. Ich sah nicht nur verschiedene Tees, sondern auch Erfrischungsgetränke, Brotaufstriche, Gebäck, Hautpflege und andere Produkte, in denen Rooibos in ganz anderer Weise auftaucht, als man es in Deutschland gewohnt ist. Dort begann für mich die Idee, diese Vielfalt nicht nur als Reisender wahrzunehmen, sondern einen Weg zu finden, sie auch hier sichtbar zu machen.
Bei meinen Besuchen auf den Farmen und in den Firmen habe ich Schritt für Schritt besser verstanden, wie eng Herkunft, Menschen und Arbeit dort zusammengehören. Als ich meine Idee auf der Farm vorstellte, von der ein Teil der Ernte unter dem Namen OUHUIS direkt in Südafrika vertrieben wird, bekam mein eigener Gedanke noch einmal ein anderes Gewicht. Mir wurde gezeigt, wie Rooibos angebaut, geerntet, gelagert und weiterverarbeitet wird. Dabei wurde mir auch deutlich, dass ein großer Teil als Rohstoff das Land verlässt, während nur ein kleiner Teil vor Ort weiterverarbeitet wird.
Gerade diese Weiterverarbeitung vor Ort bedeutet aber mehr als nur ein fertiges Produkt. Sie hält Arbeit, Erfahrung und Wert an dem Ort, aus dem der Rooibos kommt. Diese Erfahrung hat meinen Blick auf das, was ich hier anbiete, grundlegend verändert. Rooibos war für mich seitdem nicht mehr nur etwas, das man trinkt, sondern Teil eines größeren Zusammenhangs aus Land, Menschen, Arbeit und Weiterverarbeitung.
Die Rooibos Company wurde 2020 gegründet. Seitdem hat sich meine ursprüngliche Idee Schritt für Schritt weiterentwickelt: ausgehend von Rooibos hin zu einem Shop, der sich auch für weitere südafrikanische Pflanzenwelten, Anwendungen und Produkte mit klarem Herkunftsbezug öffnet.
Darum soll dieser Shop nicht nur Produkte zeigen. Er soll auch helfen, Rooibos und andere südafrikanische Pflanzenwelten besser einzuordnen — über Herkunft, Menschen, Wissen und konkrete Anwendung. Was hier heute zu sehen ist, hat sich nicht auf einmal ergeben, sondern ist auf einem Weg gewachsen, der mit jeder Begegnung ein Stück weitergeführt hat.
Rooibos war nur der Anfang
So wie der Shop mit OUHUIS Rooibos begonnen hat, hat jeder Besuch in Südafrika neue Türen geöffnet. Einige davon haben sich bereits im Shop gezeigt — in Rooibos Espresso, Hautpflege und weiteren Pflanzenwelten. Andere sind noch nicht so weit und leben erst als Idee weiter. Manches führt zu neuen Produkten, manches zu Getränken, Rezepten oder Anwendungen, auf die man hier zunächst gar nicht kommen würde.
Und manches führt noch weiter — zu Orten, Geschichten und Zusammenhängen, die den Blick auf Südafrika und seine Pflanzenwelt noch einmal verändern. Auch der Besuch im Heimatmuseum von Clanwilliam hat mir noch einmal deutlicher gemacht, wie tief die Menschen dort seit Generationen mit dem Land verbunden sind und wie stark dieses gemeinsame Leben bis heute trägt.
Was heute hier zu sehen ist, ist deshalb nicht der Endpunkt dieser Reise, sondern ihr bisheriger Verlauf.