Meerlandsvlei Farm – Kankerbos (Cancer Bush) mit Herkunft und Handschrift
Meerlandsvlei in Zahlen
- Firma: Meerlandsvlei Farm (Familienbetrieb der Familien Rossouw & Schoeman)
- Ort: Westkap (Western Cape), Südafrika – West Coast District / Bergrivier – bei Eendekuil (Farm: Meerlandsvlei Farm)
- 🗺️ Farm auf der Karte: Google Maps · Apple Maps · OpenStreetMap
- Fläche: [ha gesamt] (davon [ha Kankerbos] / [ha weitere Kulturen])
- Haupterwerb: Getreideanbau · Rinderzucht
- Kräuterprojekt: Kankerbos (Cancer Bush) · außerdem u. a. Olivenblatt, Buchu, African Wormwood & Moringa (je nach Produktform)
- Besonderheit 1: Nordrand des Swartlands – weite Ebenen mit Blick auf die Olifantsrivierberge
- Besonderheit 2: Familienwissen rund um Kankerbos seit den 1950er/60er-Jahren – nicht als Trend, sondern als gelebter Farm-Alltag
- Familie/Team: Herr Rossouw · Herma Schoeman · Familie Schoeman
Weitere Farmdetails (kurz)
Anbau & Ernte:
Meerlandsvlei ist in erster Linie ein klassischer Farmbetrieb (Getreide & Rinder). Kankerbos ist ein eigenes Familienprojekt: Die Pflanzen werden je nach Wachstum geerntet/geschnitten und anschließend schonend getrocknet, bevor sie weiterverarbeitet werden.
Verarbeitung:
Für Tee wird das getrocknete Pflanzenmaterial geschnitten und gesiebt. Für weitere Produktformen (z. B. Kapseln oder Creme) wird Kankerbos in passende Rezepturen eingebunden – immer mit dem Ziel, den Charakter der Pflanze zu erhalten und die Produkte alltagstauglich zu machen.
Tradition (Familienwissen):
In der Familie ist Kankerbos seit den 1950er/60er-Jahren als Tee bekannt – als Teil des Farm-Alltags und des weitergegebenen Pflanzenwissens.
Hinweis:
Wir erzählen hier die Herkunft und das Wissen rund um die Pflanze. Gesundheitliche Aussagen sind kein Leistungsversprechen.
Produkte von Meerlandsvlei bei uns im Shop
Unser Sortiment wächst Schritt für Schritt: Wir führen eine kuratierte Auswahl. Wenn dich weitere Meerlandsvlei-Produkte interessieren, schreib uns gern – dann schauen wir, was wir möglich machen können.
Meerlandsvlei in 9 Bildern

Der Norden am Horizont
Von Meerlandsvlei aus schaut man über offene Ebenen – bis die Olifantsrivierberge die Linie ziehen. Für mich ist das der Punkt, an dem das flache Land langsam in eine bergigere Welt übergeht.

Die Menschen dahinter
Vater Rossouw, Tochter Herma und ihr Mann – und mein Besuch auf der Farm. Für mich sind solche Begegnungen der Grund, warum ich farmnah einkaufe: weil hinter jedem Produkt echte Menschen stehen.

Ankommen auf Meerlandsvlei
Ein Farmschild, ein Tor, Maschinen im Hof – Meerlandsvlei ist ein arbeitender Betrieb. Getreide und Rinder sind der Alltag; Kankerbos ist das Familienprojekt, das daneben weiterlebt.

Kankerbos in Blüte
Zwischen Grün und Staub leuchten die Blüten wie kleine Farbpunkte. Ein Moment, in dem man spürt: Das ist nicht „irgendein Rohstoff“, das ist eine Pflanze mit Charakter.

Wenn die Ebene in Bewegung gerät
Eine Windhose zieht über die Felder – und dahinter stehen die Berge ruhig wie eine Wand. Genau so fühlt sich Meerlandsvlei an: weit, trocken, und manchmal überraschend lebendig.

Wo Farmleben zuhause ist
Das Farmhaus ist kein „Showroom“, sondern der Ort, an dem Alltag passiert – mit Garten, Schatten und ständig etwas, das verbessert oder aufgebaut wird. Genau diese Mischung aus Leben und Arbeit macht Meerlandsvlei so greifbar.

Zurück in die Ebene
Von oben wirkt das Swartland wie ein ruhiges Patchwork aus Feldern und Straßen – weit, offen, fast endlos. Irgendwo dort unten liegt Eendekuil, und man versteht, warum Meerlandsvlei so sehr von Weite und Wind geprägt ist.

Felder, Weite, Swartland
Von hier oben sieht man, wofür das Swartland bekannt ist: große, abgeerntete Getreideflächen, klare Linien, viel Himmel. Genau in dieser Weite liegt Meerlandsvlei – ein Farmbetrieb, in dem Landwirtschaft Alltag ist und Kankerbos seinen festen Platz als Familienprojekt hat.

Farm-Alltag, ganz unkompliziert
Kankerbos gehört hier einfach dazu – sogar während der Arbeit. Kalt getrunken ist er milder, sagt man auf Meerlandsvlei, und stellt ihn deshalb gern morgens bereit.
Meerlandsvlei Farm und Herr Rossouw: Warum Kankerbos hier mehr ist als eine Pflanze
Manchmal beginnt eine Farmgeschichte nicht mit einem großen Plan, sondern mit einem kleinen Hinweis zur richtigen Zeit. In meinem Fall war es ein Tipp aus Clanwilliam – und zwei Produkte, die mir jemand in die Hand drückte: eine Kankerbos-Creme und Kapseln. Bis dahin hatte ich von Kankerbos noch nie gehört. Genau diese Mischung aus Neugier und „Was ist das eigentlich?“ war der Auslöser, der mich zur Meerlandsvlei Farm geführt hat.
Am 6. März 2023 war ich zum ersten Mal dort. Wer Farmen kennt, weiß: Man wird nicht „empfangen“ wie in einem Hotel – man wird aufgenommen. Herzlich, direkt, ohne Umwege. Und ziemlich schnell wird klar, dass Meerlandsvlei in erster Linie ein klassischer Farmbetrieb ist: Getreideanbau und Rinderzucht prägen den Alltag. Daneben gibt es jedoch ein zweites Standbein – fast schon ein Familienprojekt – rund um Kräuterprodukte: neben Kankerbos auch Olivenblatt, außerdem Buchu, African Wormwood und Moringa – teils als Kapseln, teils als Tee (auch in Teebeuteln).
Beim zweiten Besuch Ende 2025 – und dann noch einmal am 4. Dezember 2025 – lernte ich auch Vater Rossouw kennen, den Vater von Herma Schoeman. In solchen Gesprächen merkt man schnell: Manche Dinge auf Farmen sind keine „Trends“, sondern Gewohnheiten, die über Generationen weitergegeben werden.
Als ich ihn fragte, wie die Familie eigentlich zu Kankerbos gekommen ist, begann seine Geschichte nicht bei einem Markt oder bei einer Produktidee, sondern bei seiner Mutter. Schon in den 1950er- und 1960er-Jahren, erzählte er, habe sie sich angewöhnt, regelmäßig Kankerbos-Tee zu trinken – nicht, weil es jemand empfohlen hätte, sondern weil es für sie selbstverständlich war. Keine Marketing-Sprache, keine Etikettenlogik – eher so, wie man in Familien Dinge übernimmt: weil man es gesehen hat, weil es dazugehört, weil es zum Alltag passt.
Auch sein eigenes Ritual wirkt genau so: alltagstauglich, bodenständig, ohne viel Aufhebens. Er erklärte mir, wie er den Tee zubereitet – und dass es gar nicht kompliziert sein muss. Sinngemäß: Wasser, ein bis zwei Teelöffel, ziehen lassen. Wer den Geschmack kräftig findet, macht es einfach milder. Das Entscheidende ist für ihn nicht die „perfekte“ Anleitung, sondern der Moment, in dem es Teil des Tages wird.
Besonders geblieben ist mir eine kleine, fast beiläufige Idee: Er brüht sich morgens ein Glas auf und stellt es in den Kühlschrank. Kalt getrunken, sagte er, sei der Tee für ihn milder – und so wird aus Kankerbos eine Art persönlicher Begleiter durch den Tag. Nicht als Inszenierung, sondern als Routine.
Dann kamen wir auf die Kankerbos-Creme zu sprechen. Und hier wurde es typisch Rossouw: erst ein großer Satz, dann ein Lachen, dann die Korrektur. Im Kern ging es ihm nicht um Zahlen, sondern um die Idee dahinter: eine Creme, die nicht nur „ein bisschen“ Pflanzenanteil als Etiketten-Deko trägt, sondern Kankerbos wirklich ernst nimmt – auf Basis einer schlichten, alltagstauglichen Rezeptur.
Solche Momente sind für mich der Grund, warum ich Farmen besuche. Nicht, um „Fakten aus dem Internet“ zu sammeln, sondern um zu verstehen, wie Dinge entstehen: aus Gewohnheiten, aus Familienwissen, aus Entscheidungen, die man auf dem Hof trifft – manchmal über Jahrzehnte.
Und dann gibt es noch die zweite Geschichte, die man heute kaum erfinden könnte: Wie der Markenname ZITHANDE HERBS entstand. Bevor überhaupt an Vermarktung zu denken war, erzählte Rossouw einmal auf einer Veranstaltung über Kankerbos. Während er sprach, rief jemand immer wieder ein Wort in den Raum: „Zithande!“ Dieses Wort stammt aus dem Xhosa und bedeutet sinngemäß: „Liebe dich selbst.“ Genau dieser Satz blieb hängen. Nicht als Werbespruch, sondern als Haltung. Und irgendwann wurde daraus der Name, unter dem die Produkte heute bekannt sind: ZITHANDE HERBS.
Wenn man Meerlandsvlei besucht, versteht man schnell: Kankerbos ist hier nicht das „Hauptgeschäft“ – und gerade das macht es glaubwürdig. Die Farm lebt von Getreide und Rindern. Kankerbos ist etwas, das aus der Familie kommt, weitergereicht wurde und heute von Herma Schoeman und ihrer Familie mitgetragen wird. Ein Projekt, das nicht laut ist, aber beständig. Und genau deshalb passt es so gut zu dem, was ich in meinem Shop zeigen möchte: die Menschen dahinter.