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Royal Mountain – Rooibos ohne Kompromisse von der Kromme Valley Farm

Royal Mountain in Zahlen

  • Firma: Kromme Valley Farm (Familienbetrieb, 5. Generation)
  • Ort: Sandveld (Western Cape, Südafrika) – Farm: Kromme Valley Farm (Trekpoort, ca. 30 km nördlich von Clanwilliam)
  • 🗺️ Farm auf der Karte: Google Maps · Apple Maps · OpenStreetMap
  • Fläche: ca. 2.600 ha (davon ca. 700 ha Rooibos)
  • Hauptkulturen: Rooibos
  • Besonderheit 1: Sandveld-Geschmack – geprägt durch Hitze, Trockenheit und Wind
  • Besonderheit 2: sehr feiner Schnitt (feine Sticks, ca. 1–2 mm) – Qualität schlägt Quantität
  • Familie/Team: Schalk-Willem Laing (5. Generation) · Familie & Team vor Ort
Weitere Farmdetails (laut Royal Mountain)

Zertifizierung:
Konsequenter organischer Anbau – ohne Dünger und ohne Pestizide (Farm-Philosophie).

Regenerative Verfahren:
Nach 6 Erntejahren wird im 7. Jahr untergepflügt; danach folgen 3 Jahre Brache (bewusst ohne Zwischenfrüchte).

Verarbeitung vor Ort:
Schneiden (u. a. mit älterer, langsamer Schneidtechnik für besonders feinen Schnitt), Fermentation und Trocknung auf dem Tea Court.

Biodiversität & Schutz:
Verzicht auf chemische Mittel; mehrjährige Brache zur Bodenerholung. Junge Setzlinge werden u. a. durch Begleitpflanzung (z. B. Hafer zwischen den Reihen) vor Windstress geschützt – trotzdem bleibt die Natur der entscheidende Faktor.

Quelle der Angaben:
Informationen laut Royal Mountain (Eigendarstellung).

Produkte von Royal Mountain bei uns im Shop

Wir führen eine kuratierte Auswahl. Wenn dich weitere Royal-Mountain-Produkte interessieren, schreib uns gern – dann schauen wir, was wir möglich machen können.

 

Royal Mountain in 9 Bildern

Sandweg zur Kromme Valley Farm in Trekpoort (Sandveld)

Der Weg sagt alles: Sandveld ist kein Spaziergang

Dieser Sandweg bringt einen sofort runter auf Farm-Tempo. Hier draußen entscheidet die Natur – nicht der Zeitplan. Und genau das spürt man später im Rooibos: nicht „glatt“, sondern ehrlich und geprägt von Ort und Klima.


Blick auf Farmhaus und Umgebung der Kromme Valley Farm nahe dem Tea Court

Farmhaus und Tea Court: Arbeit und Zuhause an einem Ort

Von hier oben sieht man, wie nah auf der Kromme Valley Farm alles zusammenliegt. Rooibos ist hier keine anonyme Industrie, sondern Alltag – Familie, Team und Verantwortung auf einem Fleck. Genau deshalb ist „Farm-Direkt“ bei Royal Mountain keine Floskel.


Schalk-Willem Laing im Rooibos-Lager vor gestapelten Schüttsäcken

Ein Farmer, eine Handschrift

Schalk-Willem steht in seinem Rooibos-Lager – vor ihm ein geöffneter Sack mit dem, was die Farm hervorgebracht hat. Royal Mountain ist Farm-Rooibos: nicht „irgendwoher“, sondern aus einer Hand. Qualität ist hier keine Behauptung, sondern tägliche Entscheidung.


Hand hält Rooibos über einem geöffneten Sack – so sieht die Ernte aus

Der Schnitt: fein, kurz, konsequent

Eine Handvoll Rooibos reicht, um den Unterschied zu sehen: sehr feine Sticks, bewusst kurz geschnitten. Genau das ist Teil der Royal-Mountain-Idee: Qualität schlägt Quantität – und in der Tasse zeigt sich der Sandveld-Charakter besonders klar.


Historische Schneidemaschine – Robert Legg’s Patent, City Engine Works, London

Von Tabak zu Rooibos – ein Detail, das plötzlich alles erklärt

Als ich das Typenschild und die Maschine sah, wirkte es erst wie ein kurioses Relikt. Im Gespräch vor Ort kam dann heraus: Sie wurde ursprünglich fürs Tabakschneiden genutzt. Und im Clanwilliam Museum erfährt man, dass diese Gegend früher tatsächlich auch Tabakanbau kannte. Heute schneidet sie Rooibos – langsam, kontrolliert, und genau so, wie Schalk-Willem es will: fein, kurz, konsequent.


Schneidemaschine: Blick von hinten auf die Transportwalzen und von vorne auf das Schlagmesser

So entsteht der feine Schnitt: Walzen, Messer, Handwerk

Links sieht man die Transportwalzen, die den Rooibos ruhig und gleichmäßig führen. Rechts wird das Schlagmesser gezeigt bzw. die Maschine eingestellt – hier merkt man: Das ist kein „Knopf-drücken“, sondern Handwerk. Und genau diese langsamere, kontrollierte Arbeitsweise ermöglicht den besonders kurzen Schnitt, für den Royal Mountain bekannt ist.


Feld mit 7 Monate alten Rooibos-Setzlingen – viele Lücken zeigen, wie hart die Bedingungen sind

Wenn Natur entscheidet: Setzlinge in der Bewährungsprobe

An den Leerstellen sieht man, wie hart die Bedingungen sind: Nicht jeder Setzling schafft es. Für Samen ist es hier zu trocken – deshalb werden Setzlinge verwendet, aber selbst das garantiert keinen Erfolg: Wenn der heiße, trockene Ostwind länger als zehn Tage steht, sterben Setzlinge ab oder verharren im Wachstum. Schalk versucht sie u. a. mit Hafer zwischen den Reihen zu schützen – trotzdem bleibt es ein Risiko.


Dreijährige Rooibos-Büsche – Trockenheit als Qualitätsfaktor

Die andere Seite der Trockenheit

Zwischen den dreijährigen Büschen ist vieles vertrocknet – Rooibos bleibt. Sobald die Pfahlwurzel tief genug ist und das Grundwasser erreicht, kippt das Bild: Der Rooibos wird stabil, während andere Pflanzen aufgeben. Genau diese Härte der Lage formt den klaren, eigenständigen Charakter in der Tasse.


Tea Court – Rooibos zum Trocknen in der Sonne

Tea Court: Sonne, Zeit, Geduld

Auf dem Tea Court trocknet der fertig fermentierte Rooibos in der Sonne. Der Schritt wirkt schlicht – ist aber entscheidend: Wärme, Luft und Zeit sind Teil der Qualität. Und genau deshalb schmeckt ein Farm-Rooibos wie Royal Mountain nicht „standard“, sondern nach Herkunft.

 

Trekpoort, Sandveld und die Laings: Wie ich Royal Mountain gefunden habe – und warum „ohne Kompromisse“ hier wörtlich gemeint ist

Im März 2022 buchte ich in Clanwilliam eine Unterkunft bei der Familie Kellerman. Beide sind Rentner – und Herr Kellerman arbeitete rund 30 Jahre bei der Rooibos Company Ltd. in Clanwilliam, einem der großen Weiterverarbeiter Südafrikas. Wir kamen schnell ins Gespräch, ich erzählte von meinem Rooibos-Shop in Deutschland und davon, dass ich farm-eigene Marken in die EU importiere.

Was ich an diesen Abenden lernte, waren nicht „Fakten aus dem Internet“, sondern Rooibos-Wissen aus dem Alltag. Und dann kam etwas Unerwartetes dazu: Frau Kellerman erzählte mir zum ersten Mal von Cancerbush – sie zeigte mir Produkte aus Clanwilliam und sprach über Menschen, denen das in einer schweren Zeit Hoffnung gegeben hat. In dieser Mischung aus Tee, Pflanzenwissen und echten Lebensgeschichten wurde mir klar, warum ich diese Reisen mache: weil hinter jedem Produkt Menschen stehen.

Irgendwann sagte Frau Kellerman: „Wenn du Farmen wirklich verstehen willst, solltest du auch die Laings besuchen.“ Sie kannte die Familie, gab mir eine Telefonnummer – und so entstand der Kontakt zur Kromme Valley Farm bei Trekpoort. Beim Telefonat erklärte mir Frau Laing den Weg: Ich könne nur etwa bis zur Hälfte mit meinem Auto fahren – für den Rest brauche man ein 4x4. Also sollte ich das Auto stehen lassen, und ich würde abgeholt werden.

So kam es, dass ich am 03.03.2022 zum ersten Mal auf der Farm ankam. Als ich ins Wohnzimmer trat, warteten bereits drei Schwestern und die Mutter – mit einem erwartungsvollen Blick. Gastfreundschaft wird bei Farmern großgeschrieben. Man fühlt sich nicht wie ein Kunde, sondern wie ein Besucher. Die Familie erzählte mir von ihren schottischen Wurzeln und davon, dass sie heute in der fünften Generation hier lebt.

Danach zeigte mir Schalk-Willem Laing den Schnittplatz und den Tea Court – und er sprach, ohne Pause, darüber, wohin er die Farm entwickeln will: zu einem konsequent natürlichen, organischen Anbau. Sein Stolz war eine ältere Schneidemaschine, die wie eine Guillotine wirkt: Das Messer schlägt von oben – und ermöglicht einen besonders kurzen Schnitt. Genau darin liegt für ihn ein Teil der Qualität: nicht schneller, nicht größer, sondern kontrollierter, feiner, sauberer.

Auf den Feldern wurde die Philosophie greifbar. Nach dem Ende eines Zyklus wird nicht einfach „weiter produziert“: Nach sechs Erntejahren werden die Büsche untergepflügt, und der Boden bleibt drei Jahre brach – ohne Zwischenfrucht. Und dann sind da die Bedingungen, die man nicht wegdiskutieren kann: In der Höhenlage müssen Setzlinge erst einmal durchkommen, bis ihre Pfahlwurzel tief genug ist. Wenn über viele Tage die heißen, trockenen Ostwinde blasen, sterben Setzlinge ab oder verharren im Wachstum. Nordwestwind bringt dagegen oft feuchtere Luft.

Genau deshalb passt der Satz „Rooibos ohne Kompromisse“ hier wirklich: Wer so arbeitet, nimmt Ertragsschwankungen in Kauf – weil Geschmack, Boden und Verantwortung wichtiger sind. Und das ist für mich Royal Mountain: Ein Rooibos mit Sandveld-Charakter, bei dem man die Herkunft nicht erklären muss – man schmeckt sie.